Stadtrat soll Weg für Pirnaer Energieverbund ebnen

In seiner Sitzung am 5. Juli soll der Stadtrat über die Gründung der Energieverbund Pirna […]

In seiner Sitzung am 5. Juli soll der Stadtrat über die Gründung der Energieverbund Pirna GmbH als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Pirna GmbH abstimmen. Damit will die Stadt Pirna die Strukturen in der Strom- und Gasversorgung perspektivisch schlanker und gebündelt gestalten. „Es war schon immer unser Ziel, für die Gas- und Stromversorgung in Pirna jeweils ein einheitliches Netz zur Verfügung zu haben. Ab 2015 sollen die städtischen Tochterfirmen Gasversorgung Pirna (GVP) und Stromversorgung Pirna in der Energieverbund Pirna GmbH aufgehen“, erklärt Olaf Schwarze, Geschäftsführer der Stadtwerke Pirna.

Der Weg dazu wird jetzt bereits mit ersten Schritten vorbereitet. So will die Stadt Pirna im Rahmen der Rekommunalisierung die nicht-städtischen Anteile an der Gasversorgung (10,6 Prozent) und Stromversorgung (49 Prozent) aufkaufen. Das soll zum 31. Dezember 2012 geschehen.

Weiterhin laufen in eingemeindeten Gebieten, wie Graupa und Birkwitz-Pratzschwitz die Konzessionsverträge für das Strom- und Gasnetz aus. Diese werden von den Stadtwerken Pirna übernommen. Hier wird die neu gegründete Energieverbund Pirna GmbH so schnell wie möglich tätig. „Wir müssen schon jetzt in den Vertrieb einsteigen, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten. Strom- und Gas sind für uns ein Wachstumsmarkt“, führt Herbert Marquard, Geschäftsführer der GVP aus. Dafür seien sogar neue Mitarbeiter eingestellt worden.

Insgesamt verspricht man sich von der Bündelung auch einen finanziellen Effekt. Die Ersparnisse, zum Beispiel durch gemeinsame Betriebsführung und Sachkosten, werden auf 500.000 Euro pro Jahr geschätzt.