Verkehrsclub Deutschland bemängelt Kommunikation

Die Bürgerinitiative (BI) für die Südumfahrung Pirna hat ihr ursprüngliches Gesprächsangebot an den Verkehrsclub Deutschland […]

Die Bürgerinitiative (BI) für die Südumfahrung Pirna hat ihr ursprüngliches Gesprächsangebot an den Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale ohne weitere Begründung offenbar zurückgezogen, dass berichtet der VCD am 14. Dezember.

Der Verkehrsclub Deutschland hatte am 24. November einen offenen Brief an die Bürgerinitiative mit kritischen Fragen geschickt. Unter anderem wirft der VCD der BI  die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV) vor. Der GSV wird zudem versteckter Lobbyismus unterstellt.

Eine Beantwortung der Fragen ist nicht erfolgt, so VCD-Sprecher Lutz Dressler. “Wir hatten unter anderem auf dem Facebookauftritt der BI den Kontakt gesucht. Dort wurden aber am Dienstag viele unserer Kommentare gelöscht und das weitere Kommentieren gesperrt. Gleichzeitig hat die Bürgerinitiative ihr Gesprächsangebot inzwischen unbegründet zurückgezogen. Wir schließen daraus, dass die BI unsere Kritik an der Verflechtung mit der GSV nicht widerlegen kann.”

Der VCD fürchtet, dass sich mit dem Bau einer attraktiveren Autostrecke die Verkehrsprobleme insbesondere in die Sächsische Schweiz verlagern werden. Dressler erinnert dazu an ein unter vielen Verkehrsexperten anerkanntes Grundprinzip: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.“ Nach Auffassung des VCD gibt es bessere und deutlich kostengünstigere Maßnahmen gegen Stau und Lärm: Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung (auf Bus, Bahn und Fahrrad) und Entschleunigung.