Sächsische Sandsteinwerke GmbH stellt Insolvenzantrag

Am 1. November hat die Sächsische Sandsteinwerke GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Dresden gestellt. Das sächsische Traditionsunternehmen mit seinen fast 100 Mitarbeitern verzeichnet wegen offener Rechnungen in Höhe von fast zwei Millionen Euro einen Liquiditätsengpass.

“Den größten Teil der offenen Forderungen verzeichnen wir aus einem Auftrag zur Erstellung der historischen Fassade des Potsdamer Stadtschlosses, das zukünftig den Brandenburger Landtag beherbergen soll”, betont Rechtsanwalt Helgi Heumann, der als Sanierungsexperte erst vor wenigen Tagen in die Geschäftsführung der Sächsischen Sandsteinwerke GmbH berufen wurde.

“Wir haben bereits in der vergangenen Woche mit der BAM Deutschland AG, unserem direkten Auftraggeber für die Bauarbeiten am Potsdamer Stadtschloss, intensive Gespräche geführt. Leider sind die Verhandlungen über offene Zahlungen von über 1,9 Millionen Euro am Dienstagnachmittag gescheitert”, so Heumann weiter. Auf Grund dessen verzeichnen wir einen großen Liquiditätsengpass, der zu einer vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit führt. Wir sind deshalb rechtlich verpflichtet, einen entsprechenden Insolvenzantrag zu stellen.”

“Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bedeutet jedoch nicht, dass wir unsere Arbeiten einstellen. Einzig auf unserer Baustelle in Potsdam werden wir die Arbeiten vorübergehend ruhen lassen, bis die BAM die offenen Forderungen gezahlt hat. Entlassungen oder Kurzarbeit sind aktuell auch nicht geplant”, so Heumann weiter.