Schadensbilanz der Stadtwerke

Die erste vorläufige Kostenaufstellung der Stadtwerke Pirna GmbH , Gasversorgung Pirna GmbH  und Stromversorgung Pirna […]

Die erste vorläufige Kostenaufstellung der Stadtwerke Pirna GmbH , Gasversorgung Pirna GmbH  und Stromversorgung Pirna GmbH  nach der Flut im Juni geht von einem Gesamtverlust in Höhe von ca. 5,4 Millionen Euro an den Betriebsanlagen und Netzen der Unternehmen aus.

Besonders groß waren die Schäden an den Abwasseranlagen und im Kanalnetz. Durch die Juniflut kam es nicht nur zu Flutungen und Unterspülungen an – noch im Bau befindlichen- elbnahen Kanälen und Baugruben. Nach Rückgang des Elbe-Pegels mussten die Fachleute auch zahlreiche Schäden an Pumpwerken und anderen Betriebsanlagen feststellen – und das, obwohl nässeempfindliche Bauteile wie elektrische Anlagen, Steuer- und Maschinentechnik rechtzeitig ausgebaut und geschützt sowie die Schächte der im Überflutungsbereich liegenden Bestandskanalisation verschlossen wurden. Hohe finanzielle Aufwendungen entstanden den Stadtwerken auch durch die Errichtung mobiler Abwasserpumpanlagen zur Gewährleistung der Abwasserentsorgung im Bereich des Fluttores an der Klosterstraße, um diesen Bereich vor einer Überflutung aus dem Kanalnetz zu sichern.

Auch im Fernwärmenetz in Pirna-Copitz und Stadt mussten die SWP-Techniker größere Schäden beseitigen.

Umfangreich waren die Verluste auch im Stromnetz der SVP. Zahlreiche Umspannstationen, Hausanschlusskästen und 1.600 Stromzähler sowie Teile der Ortsnetze der Altstadt, Obervogelgesang, Copitz, Pratzschwitz und Posta fielen dem Hochwasser zum Opfer. Zerstörte Lichtmasten, Schaltschränke und Messeinrichtungen hatte der Bereich Straßenbeleuchtung zu beklagen. Die Trinkwassersparte verzeichnete mehrere Rohrbrüche und entsprechendeWasserverluste. Über 800 Erdgas-Hausdruckregler waren vom Hochwasserbeschädigt worden.

Die vier Pirnaer Energie- und Wasserversorgungsunternehmen – SWP, GVP, SVP und die Energieversorgung Pirna GmbH (EVP) lassen ihre vom Hochwasser betroffenen Kunden nicht im Stich. Die entsprechenden Kunden erhalten einen Rabatt von jeweils brutto 80 Euro von den Unternehmen. Das Geld sollte zum Trockenheizen von Wohn- oder Gewerberäumen in den vom Hochwasser heimgesuchten Stadtgebieten sowie für die Säuberung der verschmutzten Gebäude und Einrichtungen verwendet werden.