Spende statt Dividende

Bei der diesjährigen Vertreterversammlung entschieden die Mitglieder der Volksbank Pirna auf ein Prozent ihrer Dividende […]

Bei der diesjährigen Vertreterversammlung entschieden die Mitglieder der Volksbank Pirna auf ein Prozent ihrer Dividende zu verzichten und dieses zu Gunsten der vom Hochwasser betroffenen Volksbank-Mitglieder zu spenden. Auf diese Weise kamen 70.000 Euro zusammen. Zählt man die Spenden der Bank hinzu, leistete die Volksbank Pirna über 100.000 Euro an Hochwasserhilfe. Inzwischen sind die Gelder verteilt. „Als wir die diesjährige Vertreterversammlung unter dem unmittelbaren Eindruck des Junihochwassers vorbereiteten, kam die Idee auf, getreu unseren genossenschaftlichen Prinzipien, einen Teil der möglichen Dividendenzahlungen denjenigen Mitgliedern zuzuwenden, die in besondere Weise vom Hochwasser betroffen waren“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Pirna, Hauke Haensel, diese ungewöhnliche Aktion. Dass die Mitglieder einstimmig für die Verteilung der 70.000 Euro gestimmt haben, zeige, dass die genossenschaftliche Grundidee auch in der Gegenwart lebe: aus dem Miteinander Kraft zu schöpfen, um einander unterstützen zu können. Eine von den Vertretern bestimmte Kommission entschied nun über die Verteilung der Spendengelder. Ihre Mitglieder: Dr. Thomas Gischke, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Pirna, Hans Reidel, Mitglied im Volksbank-Aufsichtsrat, die Volksbank- Vorstände Hauke Haensel und Ewald Saathoff, Pfarrer Cornelius Epperlein von der evangelisch-lutherischen Marien-Gemeinde Pirna und Klaus Tittel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südsachsen – haben nach eingehender Prüfung beschlossen, 61 Mitgliedern mit einer Spende unter die Arme zu greifen.

„Wir haben zunächst drei Gruppen nach der Höhe der verbleibenden Schadenssumme bestimmt. Dann sind wir die Aufstellungen durchgegangen und haben die einzelnen Mitglieder den Gruppen zugeordnet“, erläutert Hauke Haensel das Vorgehen.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Schadensgruppen und der verfügbaren finanziellen Mittel wurden die Spendenhöhen für die einzelnen Gruppen auf 400 Euro, 1.000 Euro und 1.800 Euro festgelegt. Es wurden 35 Fälle mit niedrigeren Schäden, 21 Fälle mit mittleren Schäden und 15 Fälle mit hohen Schäden ermittelt. Die Spenden sind den betroffenen Mitgliedern in den vergangenen Tagen zugegangen.

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