Stadt Pirna passt Flächennutzungsplan an

Die Stadt Pirna passt bis 2015 zum dritten Mal ihren Flächennutzungsplan an, um der sich […]

Die Stadt Pirna passt bis 2015 zum dritten Mal ihren Flächennutzungsplan an, um der sich stetig verändernden Siedlungsentwicklung Rechnung zu tragen. Dabei folgt sie dem Grundsatz, innerstädtische Gebiete zuerst zu entwickeln, bevor bisher unbebaute Naturflächen in Anspruch genommen werden. Das bedeutet beispielsweise, dass vor der Ausweisung neuer Flächen Baulücken geschlossen, Brachflächen revitalisiert bzw. bestehende Gewerbestandorte genutzt werden.
Der Entwurf der dritten Änderung umfasst 21 rechtselbische, 19 linkselbische und sechs die Gemeinde Dohma betreffende Änderungen, mit der Pirna eine Verwaltungsgemeinschaft bildet. Darunter befinden sich Änderungen wie die Umnutzung des Festplatzes Vogelwiese zu einem Wohngebiet, die Neuordnung mehrerer öffentlicher Einrichtungen eischließlich ihrer Stellplätze in Großgraupa (Kindertagesstätte Regenbogen, Grundschule Graupa und deren Sportplatz, Parkplatz der Richard-Wagner-Stätten), die Nachnutzung des alten Landratsamtes an der Zehistaer Straße sowie der Ersatzneubau der Kindertagesstätte in Großcotta.
Die öffentliche Auslegung des Entwurfes und die Abfrage von 55 Trägern öffentlicher Belange wie Behörden, Versorgungsträgern und Nachbargemeinden um ihre Stellungnahmen sind abgeschlossen und zeigten vorwiegend positive Bewertungen des Änderungsentwurfes. Die Anregungen werden bis Jahresende in den Entwurf eingearbeitet, der im Anschluss dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt wird. Daraufhin erfolgt eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit, deren Hinweise und Anmerkungen in die Endfassung der Änderung des Flächennutzungsplanes eingearbeitet werden, über deren Umsetzung schließlich wiederum der Stadtrat zu entscheiden hat.

Hintergrund
Der Flächennutzungsplan ist ein Planungsinstrument, das die bauliche und sonstige Nutzung aller Grundstücke in einem festgelegten Plangebiet für die nächsten 10 Jahre nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Bevölkerung in groben Zügen darstellt. Jede Kommune ist nach dem Baugesetzbuch dazu verpflichtet, in ihrem Gemeindegebiet für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu sorgen. Verwaltungsgemeinschaften, wie Pirna und Dohma, sichern die Umsetzung dieser Aufgabe gemeinsam. Daher überplant der vorliegende FNP flächendeckend das gesamte Stadtgebiet von Pirna und das Gemeindegebiet von Dohma.

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