Pirnaer Erlpeterbrunnen erhält Frischekur

Während der kalten Jahreszeit zieht sich der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Erlpeter vom gleichnamigen […]

Während der kalten Jahreszeit zieht sich der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Erlpeter vom gleichnamigen Brunnen in die Werkshalle der Firma Werkstein des Steinmetzmeisters Gabriel Heimann zurück. Dank der Unterstützung der Volksbank Pirna und des Verbandes der Selbständigen erhält der sandsteinerne Jüngling dort eine Frischekur. An Brunnen und Figur werden im Trockeneisverfahren sämtliche nichtmineralischen Verschmutzungen sowie organische Substanzen beseitigt. Steinmetzmeister Heimann bessert nach der Reinigung die bereits vorhandene Vierung im Arm und im Flaschenbereich des Erlpeters aus. Ebenso werden Fugen, Risse und partielle Ausplatzungen am
Brunnenbecken beseitigt. Während des „Kuraufenthaltes“ des Erlpeters repariert die Stadtverwaltung die Wasserzufuhr. Aufsteigende Nässe im Gemäuer lässt die Vermutung zu, dass Schäden an den Leitungen eingetreten sind. Diese werden durch Fachleute beseitigt, so dass ab dem Frühjahr wieder frisches klares Wasser aus dem Brunnen sprudeln kann. Die Gesamtkosten der Sanierung des Brunnens betragen 7.000 Euro.

Historisches zum Erlpeter:
Eine erstmalige Erwähnung fand die historische Figur des Brunnens als „Erllinpetir“ im Jahr 1468. Der Copitzer Bildhauer Heinrich Schneider schuf die heutige Form der Brunnenfigur nach alten Aufzeichnungen neu. Gestiftet wurde diese Arbeit vom Pirnaer Verschönerungsverein im Jahr 1908. Auf einer Inschrift steht zum Knaben: “Der Erlenpeter bin ich genannt, armen Leuten wohl bekannt. Wer nicht Geld hat in seiner Tasche Der trinkt mit mir aus meiner Flasche.”

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