Asylnotunterkünfte in Copitz werden geräumt

Das Landratsamt bereitet die schrittweise Räumung der Notunterkunft für Asylbewerber in der Turnhalle des BSZ […]

Das Landratsamt bereitet die schrittweise Räumung der Notunterkunft für Asylbewerber in der Turnhalle des BSZ Pirna-Copitz vor. Die derzeit dort untergebrachten 200 Flüchtlinge werden in andere Objekte im Landkreis verteilt.

Geplant ist, dass spätestens im April die Halle für den Schul- und Vereinssport wieder zur Verfügung steht.

Mitte November 2016 sah sich das Landratsamt als Unterbringungsbehörde auf Grund der erhöhten Zuweisungszahlen von Flüchtlingen durch die Landesdirektion Sachsen dazu veranlasst, die Turnhalle des BSZ Pirna-Copitz als Asylbewerbernotunterkunft zu nutzen. Die Betreibung übernahm die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Turnhalle im BSZ ist eine Notunterkunft. Für alle war von Anfang an klar, dass dies nur eine vorübergehende Lösung darstellt und das Landratsamt gemeinsam mit der Stadt Pirna nach Alternativen suchen musste, um schnell wieder eine geregelte Turnhallennutzung für Schulen und Vereine zu sichern. Gemeinsam mit der Stadt Pirna hat der Landkreis Lösungen für Unterkünfte gefunden.

Die Stadt Pirna stellt dem Landratsamt eine Fläche zum Bau einer Traglufthalle mit kleinteiligen Wohneinheiten im Gewerbegebiet Copitz Nord zur Verfügung. In der Halle können voraussichtlich ab April 2016 insgesamt 300 Asylbewerber eine Unterkunft finden.

Mit der Traglufthalle werden dringend benötigte Kapazitäten für die Unterbringung von Asylbewerbern in der Stadt Pirna geschaffen.

Parallel dazu wird auch die Jugendherberge in Pirna-Copitz wieder freigezogen. Insgesamt 100 Personen (Familien) leben seit November 2015 in dieser Einrichtung und werden jetzt in Wohnung im Landkreis untergebracht. Ende Februar 2016 läuft der Vertrag des Landkreises mit dem Jugendherbergswerk aus.

Die jetzt wegfallenden 300 Plätze in den beiden Pirnaer Objekten sollen durch die Traglufthalle kompensiert werden, über die der Kreistag in seiner Sitzung am 1. Februar 2016 beschließen soll.

Landrat Michael Geisler erwartet mit diesem Schritt gleichzeitig auch die volle Unterstützung der Städte und Gemeinden des Landkreises bei der weiteren Bereitstellung von Asylbewerberunterkünften. „Eines muss uns allen klar sein: ein dauerhaftes Abebben des Flüchtlingsstromes ist momentan nicht erkennbar. Um nicht wieder eine Turnhalle zu belegen, müssen die Kommunen unseres Landkreises aktiv Unterkünfte zur Verfügung stellen.“