Pirna gewinnt durch eigene Attraktivität

Der vdw Sachsen unterstützt die Anstrengungen Pirnas, eine aufstrebende Alternative zum Dresdner Wohnungsmarkt zu sein. […]

Der vdw Sachsen unterstützt die Anstrengungen Pirnas, eine aufstrebende Alternative zum Dresdner Wohnungsmarkt zu sein. Dafür muss der Freistaat Metropolregionen ausweisen, in die Pirna gehört.
Gemäß der jüngsten Empirica-Studie, die der vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. unter anderem mit beauftragt hat, gibt es neben vier Schwarmstädten nur neun Wachstumsstädte mit einer Einwohnerzahl über 20.000. So gut wie alle diese Städte wachsen laut Studie vor allem deshalb, weil sie sich in unmittelbarer Umgebung, also im sogenannten Speckgürtel einer der Schwarmstädte befinden.

Ausschließlich Pirna nimmt hier eine Sonderrolle ein. Zwar befindet sich Pirna mit Dresden ebenfalls vor den Toren einer Schwarmstadt, doch im Gegensatz zu allen anderen Wachstumsstädten seiner Kategorie hat Pirna laut Empirica-Studie Einwohner an die Schwarmstadt verloren und nicht gewonnen. Dass Pirna dennoch wächst, liegt an ihrer „eigenen Attraktivität“, wie es die Autoren der Studie formulieren.

„Pirna zeigt damit, dass es möglich ist, dem Trend etwas entgegenzusetzen“, erklärt Rainer Seifert, Direktor des vdw Sachsen. Pirna habe damit Vorbildcharakter. Pirna pflegt seit Jahren ein eigenes Image und tut viel daran, ein alternativer nicht nur günstiger, sondern vor allem attraktiver Wohnungsstandort zur Schwarmstadt Dresden zu sein. Es ist daher damit zu rechnen, dass sehr bald auch mehr Menschen von Dresden nach Pirna ziehen, als umgekehrt.

Entscheidend nach Auffassung des vdw Sachsen bleibt aber, dass Städte wie Pirna nach wie vor die Möglichkeit behalten, ihre Eigenständigkeit, ihre eigene Attraktivität, zu behaupten und auszubauen. „Gerade im Umfeld von Schwarmstädten darf bei der Förder- und Entwicklungspolitik daher nicht nur der Fokus auf der Schwarmstadt selbst liegen“, erläutert vdw-Verbandsdirektor Rainer Seifert. Er spricht sich daher dafür aus, Metropolregionen zu bilden, die nicht an den Grenzen der Schwarmstädte endet.

Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke begrüßte die Ergebnisse der Studie: „Die Zahlen zeigen, dass wir mit unserer Strategie „40.000 Plus“ auf die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt haben. Mit den Investitionen in Kindergärten und Schulen und dem erweiterten Angebot von Wohnbauflächen sind wir weiterhin attraktiv gerade für junge Familien. Die Kraftanstrengungen zahlen sich nun aus. Pirna ist für die gesamte Region ein nachgefragter Lebensstandort.“

Mit der eigenen Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna WGP hat Pirna ein Unternehmen an der Seite, dem es seit Jahren gelingt, der eigenen Bevölkerung Heimat zu sein und der es inzwischen auch zunehmend gelingt, neue Mieter zu gewinnen, die nicht in Pirna aufgewachsen sind. Wie die Stadt selbst, hat es die WGP geschafft, sich trotz schwierigster Rahmenbedingungen, erst zu stabilisieren und nun als Gesellschaft mit Vorzeigecharakter zu etablieren.

Pirna und seinem Wohnungsmarkt müssen die Chancen erhalten bleiben, sich gegenüber anderen Schwarmstädten, hier vor allem Dresden, zu behaupten. Eine soziale Wohnbauförderung, die nur Dresden erreicht, wäre hier zum Beispiel ein falsches Signal und würde Pirnas Einsatz konterkarieren. Pirna braucht die selbe Unterstützung wie Dresden. Das gilt insbesondere für den Wohnungsmarkt, aber auch für den Verkehr und die Infrastruktur. Dass die Südumfahrung nun endlich ganz oben auf der Prioritätenliste von Bund und Land steht, wird vom vdw Sachsen ausdrücklich begrüßt. Jetzt muss bald auch der Baustart erfolgen.
Info:
Die gesamte empirica-Studie kann unter https://www.vdw-sachsen.de/medialounge/presse/ heruntergeladen werden.

www.pirna.de