Gute Besucherzahlen für Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Im vergangenen Jahr konnte die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein der Stiftung Sächsische Gedenkstätten die zweithöchste Besucherzahl seit […]

Im vergangenen Jahr konnte die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein der Stiftung Sächsische Gedenkstätten die zweithöchste Besucherzahl seit ihrer Eröffnung verzeichnen. Insgesamt informierten sich 13 375 Menschen am authentischen Ort über die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen.

Neben dem ungebrochen hohen Interesse von Einzelbesuchern, zunehmend auch aus dem Ausland, wurden verstärkt die Angebote der Bildungsarbeit wahrgenommen. Auch die 2016 eingeführte Sonntagsöffnung der Gedenkstätte wurde gut angenommen. Besonders erfreulich ist, dass sich bei den insgesamt 331 durchgeführten Führungen und Projekten der Anteil von Berufsschülern aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich spürbar erhöht hat.

Zusätzlich wurden mehrere Publikationen veröffentlicht, etwa zu tschechischen und deutschen Psychiatriepatienten in Böhmen als vergessenen Opfern der NS- „Euthanasie“. Ende des Jahres 2016 konnten die ersten zehn Hefte der neuen Reihe „Den Opfern einen Namen geben“ und eine englischsprachige Broschüre fertiggestellt werden.

Auch in diesem Jahr sollen weitere Neuerscheinungen folgen. Bereits am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, erscheint eine kommentierte Chronik des Katharinenhofes Großhennersdorf 1934-1941. In mehreren Veranstaltungen wird an die Opfer der NS-„Euthanasie“ erinnert. Bereits am 24. und 25. Januar begrüßt die Gedenkstätte etwa 90 Jugendliche im Rahmen der Internationalen Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.