Verkehr auf B172 nimmt zu

Im Rahmen der Untersuchung zur Ortsumgehung B172 und zum Bau des Kreisverkehrs auf dem Sonnenstein wurden durch das Ingenieurbüro Karsch Verkehrsprognosen erarbeitet. Bereits jetzt kommt es in den Spitzenzeiten zu Überlastungen der Knotenpunkte im Bereich der Ortsdurchfahrt. Seit der Fertigstellung der BAB A17 bis zur Anschlussstelle Pirna und der besseren Erreichbarkeit der touristischen Ziele in der Sächsischen Schweiz hat die Verkehrsbelastung in Pirna stetig zugenommen.

Bei den Untersuchungen durch die Ingenieurbüros wurde neben der rückläufigen Einwohnerentwicklung, dem Anstieg des Kraftfahrzeugbestandes auch der Ausbau der S177 von Pirna nach Radeberg (Anschluss zur BAB A4) bewertet. Eine künftige analoge Straßenführung ohne die Südumfahrung ergibt eine Verkehrssteigerung auf der B172 im Streckenabschnitt der Königsteiner Straße von 32.000 Fahrzeugen pro Tag in 2010 auf 39.000 Fahrzeugen in 2011. Die Verkehrsfreigabe der Ortsumfahrung B172 hingegen würde diesen Bereich um 10.000 Fahrzeuge pro Tag entlasten.

Große Teile des Durchgangsverkehrs in Richtung Sächsische Schweiz würden künftig auf die Umfahrung verlagert. Das Wohngebiet wie auch das Gewerbegebiet im Pirnaer Stadtteil Sonnenstein würde durch den verkehrlichen Anschluss deutlich aufgewertet werden.

Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke: „In zahlreichen Gesprächen mit den Bürgern unserer Stadt und der Region ist mir immer wieder mitgeteilt wurden, welches Vertrauen in die Landesregierung gesetzt und wie hoffnungsvoll auf die Fertigstellung der Südumfahrung gesetzt wird. Die verkehrliche Belastung wird für Bewohner und Besucher gleichermaßen jeden Tag aufs Neue zur Geduldsprobe. Ich bin guter Hoffnung, dass wir gemeinsam mit der Landesregierung nach dem fast greifbaren Abschluss des Planfeststellungsverfahrens durch die Landesdirektion eine Entlastung im Sinne unserer Bürger erreichen werden. Die Zahlen der Verkehrsprognose sprechen eine sehr deutliche Sprache.“

1 Kommentar zu "Verkehr auf B172 nimmt zu"

  1. Wolfgang Heinrich | 3. Oktober 2011 um 17:14 |

    So eine Prognose ist sicher interessant. Ich würde mir gern das Originaldokument ansehen, um mir selbst ein Bild zumachen. Besonders bei Verkehrsprognosen sollte man sehr vorsichtig sein. Unabhängig vom Bau dieses Projektes sollte die Stadt Pirna wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen um den fast täglichen Stau abzumildern. Getan hat sich in den letzten Jahren nichts. Es sind nur weitere Nadelöhre entstanden. Jetzt wird wieder mit dem Umbau der Hauptstraße in Copitz eine kurze Verbindung weniger durchlässig gestaltet. Die Schildbürger lassen grüßen.

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