Schill+Seilacher: Ein erster Schritt

Heute ist es soweit: Nach zähen Monaten begannen heute, zum 30. Januar, erste Baustellenberäumungen auf dem Gelände der künftigen P1-Anlage des Chemiewerks Schill+Seilacher in Pirna/Neundorf. In einem ersten Schritt wurde der metallene Abluftkamin der alten Anlage demontiert. Er findet Wiederverwendung in der Neuen.

„In enger Abstimmung mit dem Landratsamt und der Stadt Pirna beginnen wir derzeit damit, die Baustelle für den Wiederaufbau der P1-Anlage vorzubereiten“, berichtet Dr. Uwe Dittrich, Betriebsleiter bei Schill & Seilacher in Pirna-Neundorf. „Die Demontage des Kamins ist der erste Schritt dazu. Der Kamin wird, wenn das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist und wir bauen dürfen, an einer anderen Stelle wiedererrichtet, ein gutes Stück weiter entfernt von der benachbarten Wohnbebauung. Dies ist einer der vielen Punkte, die wir gemäß den Plänen, Umweltauflagen und sicherheitstechnischen Vorkehrungen umsetzen werden. Pläne, die wir ja den Neundorfern schon ausführlich in Bürgerversammlungen vorgestellt haben.“

Ein kleiner Schritt, aber immerhin. Auch andere Bestandteile der alten Gebäudesubstanz, etwa Wände, Stahlträgerkonstruktionen werden teils zurückgebaut beziehungsweise instandgesetzt. Druckableitungsklappen, Stahlnetze, Abluftreinigung – so sicher wie nur möglich soll der Nachfolger jener Anlage sein, die im Dezember 2014 explodiert war. Damals starb ein Arbeiter.