Auszeichnung für Aktion Zivilcourage

Die Aktion Zivilcourage wurde in Berlin für ihre vorbildliche  Arbeit mit dem Wirkt-Siegel von PHINEO ausgezeichnet. „Der erfolgreiche  Handlungsansatz des Vereins: Die Aktion Zivilcourage setzt demokratie- und  menschenfeindlichen Erscheinungen in Pirna und Umgebung eine positive  Vision entgegen und macht Demokratie für Jung und Alt erlebbar“, so die Analysten.

Das gemeinnützige Analysehaus PHINEO hat mit Unterstützung der Amadeu  Antonio Stiftung gemeinnützige Organisationen, die sich gegen  Rechtsextremismus in Deutschland einsetzen, auf ihre Wirksamkeit geprüft.

„Ich freue mich sehr über die Anerkennung unserer langjährigen Arbeit. Es  ist uns besonders wichtig, dass unser Engagement auch Wirkung zeigt. Dieses  leisten wir in Zusammenarbeit mit vielen Netzwerkpartnern“, sagt Sebastian  Reißig, Geschäftsführer des Vereins.

Das Gütesiegel bestätigt den Projekten hohes Wirkungspotenzial und Transparenz.  Es zeigt Spendern und Förderern, dass ihr Geld bei diesen Organisationen  optimal angelegt ist. So vertraut die bundesweite Spendenkampagne  DEUTSCHLAND RUNDET AUF beispielsweise der Qualitätsprüfung durch PHINEO.

www.aktion-zivilcourage.de

2 Kommentare zu "Auszeichnung für Aktion Zivilcourage"

  1. Hildegart Weise, Berlin | 6. September 2013 um 06:57 |

    Ich bin entsetzt, dass ausgerechnet aus dieser Stadt ein Verein diese Auszeichnung bekommen hat. Die Aktion Zivilcourage wirbt mit Begriffen wie Weltoffenheit und Toleranz. Was ich in meinem Urlaub in dieser Stadt erleben durfte, war keineswegs von Weltoffenheit und Toleranz geprägt.

    Da schimpften vor allem ältere Menschen in aller Öffentlichkeit über „das ganze Ausländerpack, das jetzt wieder hereingelassen wird und dann auf unsere Kosten lebt“ und „Unter Adolf hätte es so etwas nicht gegeben“.

    Da wurde über ganz normale Mitmenschen wie du und ich (im Pirnaer Jargon sind wohl Deutsche damit gemeint) hergezogen, die einer ehrlichen Arbeit nachgehen und einen Wert für die Gesellschaft erbringen. Allerdings bekommt man in Pirna eher den Eindruck, dass arbeiten und Werte erwirtschaften eine Schande ist. Zum Glück gibt es noch Menschen, die dennoch ihren Weg gehen und sich nicht von solchen hässlichen Bemerkungen beeinflussen lassen. Da wurde böse über Leute gelästert, die „Zugezogene“ sind, nur weil sie weltoffenere Ansichten vertreten als die Einheimischen. Im übrigen ist das ein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit.

    Ja, in welchem Jahrhundert leben denn die Pirnaer? Und so etwas wird noch für das „Engagement gegen demokratie- und menschenfeindliche Erscheinungen“ ausgezeichnet? Ich hatte bei meinem Aufenthalt in Pirna den Eindruck, dass solche Erscheinungen eher noch gefördert werden. Scheinbar hat der Verein PHINEO keine Ahnung, wie es in dieser Stadt (und Region) wirklich aussieht. ES hat mir wieder einmal die Meinung bestätigt, dass es in Pirna ein wesentlich größeres fremdenfeindliches und rassistisches Potenzial gibt, als öffentlich zugegeben wird.

    Pirna ist einen Besuch wert? NEIN DANKE!

    • Juliane Staretzek | 13. September 2013 um 10:49 |

      Sehr geehrte Frau Weise,

      mir ist in Ihrem Kommentar vor allem aufgefallen, dass Sie dazu neigen die Aktion Zivilcourage e.V. mit der Stadt Pirna gleichsetzen, was sich auch deutlich durch Ihre Argumentationsstruktur zieht. Zudem betrachten Menschen gern mal etwas durch die rosarote Brille, Sie haben sich für Ihre Betrachtung der Stadt Pirna wohl für ein braunes Modell entschieden. Da keinerlei Anmerkungen vorhanden sind, wann Sie Ihren Urlaub in der Stadt Pirna verbracht haben, gehe ich stark davon aus, dass zwischen diesem und dem Kommentar ein größerer Zeitraum liegt. Denn Ihr Kommentar, wohlgemerkt zu einem Beitrag über eine Auszeichnung für „Engagement gegen Demokratie- und menschenfeindliche Erscheinungen“, sprüht nur so von Vorurteilen. Mir persönlich tut es leid, dass sie Pirna so in Erinnerung behalten, denn ich selbst habe Pirna erst vor kurzem kennengelernt und teile keinesfalls Ihre Ansichten. Das es rechtsextreme Mitbürger in Pirna gibt, möchte ich hiermit keinesfalls abstreiten. Dennoch ist dies ein allgemeines Problem (verstärkt natürlich auch in Sachsen). Doch gerade deswegen muss man doch in diesen Städten handeln. Ich denke nicht, dass ein brauner Stempel drauf und ab in den Schubkasten damit ein wirkungsvoller Lösungsansatz ist. Zuletzt möchte ich noch sagen, dass ich persönlich es als Anmaßung betrachte, der Aktion Zivilcourage e.V. aber auch der Stadt Pirna (um Ihre Verallgemeinerung aufzugreifen) zu unterstellen, solche „Erscheinungen“ wie sie es nennen „zu fördern“. Dies zeigt mir allerdings gleichzeitig, dass es nicht mal zur schnellen Recherche im Internet gereicht hat und Sie sich einer versteiften Sichtweise bedienen. Sonst hätten Sie gemerkt, dass die Aktion Zivilcourage e.V. in ihrer Arbeit und ihrem Wirken viel für die Stadt Pirna und den Landkreis getan hat. Egal ob es Informationsmaterialien, Aufklärungsarbeit oder Workshops sind, die Aktion Zivilcourage e.V. ist in Pirna sehr aktiv und sorgt Tag für Tag dafür, dass Besuchern, Bürgern, Schülern, Aktiven und Ehrenamtlichen fundiertes Wissen und ein Bewusstsein für Demokratie näher gebracht wird.

      Herzlichste Grüße

      Juliane Staretzek

      PS.: Die Pirnaer leben im 21. Jahrhundert.

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