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Bin selbst Pirnaerin , lebe aber nicht mehr da . Habe 2002 noch miterlebt…mir blutet mein Herz wenn ich meine Heimat versinken sehe. Bin in Gedanken bei allen Betroffenen!
Ich bin ebenfalls Pirnaerin und lebe seit 6 Jahren nun in München. Ich habe 2002 geholfen wo es nur ging und nun muss ich hilflos mit ansehen wie diese schöne stadt wieder absäuft. Auch ich bin in Gedanken bei den Betroffenen.
Ich war 2002 auch dabei, habe Pirnas Straßen damals mit den Überresten meiner Existenz dekoriert – übrig geblieben waren lediglich meine Bankverbindlichkeiten. Als es dann um die Ausreichung der staatlichen Fluthilfemittel ging, war diese an die Bedingung geknüpft, am gleichen Standort zu investieren. Ich fragte damals: „Man nennt das geschehene Ereignis zwar Jahrhundertflut – können Sie mir garantieren, dass gleiches in den nächsten 5, 10 oder 20 Jahren nicht wieder passiert?“ Ich bin fort gegangen, ohne Entschädigung, mit allen persönlichen Konsequenzen, die ich tragen musste.
Heute stelle ich mit einer gewissen Genugtuung – nicht Schadenfreude, das wäre wirklich der falsche Ausdruck – fest, dass ich wohl keinen Fehler mit meiner Entscheidung begangen habe. Nur am Rande, versicherbar gegen Elementarschäden wäre mein damaliger Standort nicht gewesen – weder vor noch nach 2002 – und jetzt schon gar nicht mehr.